Es zeckt wieder

Ab etwa 8 Grad Celsius werden sie wieder aktiv. Die Zeckenzeit beginnt….

Klein und eher unscheinbar – der „Terminator mit dem Stechrüssel“

Zecken gehören zur Gattung der Milben und sind weltweit verbreitete Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren. Durch das Blutsaugen steigt das Eigengewicht der Zecke um ein Vielfaches; im Extremfall wiegt eine „satte“ Zecke bis zu 200 mal mehr wie eine hungrige!

Sie haben 8 Beine, keine Augen und über ihr sogenanntes Haller‘sche Organ lokalisiert die Zecke ihr Opfer über thermische, chemotaktische (z.B. Lockstoffe) und mechanische Reize. Zecken lieben Feuchtigkeit und Wärme und sind vor allem im hohen Gras, an Weg- und Waldrändern sowie in Waldlichtungen und Feuchtgebieten verbreitet.

Zur Beruhigung: nicht jede Zecke ist infiziert und trägt Krankheitserreger in sich. Doch als Überträger von Krankheiten wie  FSME, Babesiose, Ehrlichiose oder Borreliose (und noch einige andere mehr) können die Winzlinge sehr gefährlich sein und sind daher entsprechend gefürchtet.

Die häufigste übertragene Krankheit jedoch ist die sogenannte Lyme-Borreliose. Man schätzt, dass zwischen 5 bis 30% der Zecken mit den dafür verantwortlichen Borellien infiziert sind. Je früher eine Zecke entfernt wird, desto geringer die Gefahr, dass nach dem Einstich gefährliche Krankheitserreger in den Körper eindringen können. Wie schnell eine Infektion erfolgt, hängt von der Art der Erreger ab: so befinden sich FSME-Viren in der Speicheldrüse der Zecke und werden u.U. schon bald nach dem Einstich übertragen, während Borreliose-Erreger erst 12-48 h nach dem Einstich über den Rüssel der Zecke in den Körper des Wirts gelangen.

Grundsätzlich sollte eine Zecke daher so schnell wie möglich entfernt werden, um ein Übertragungsrisiko zu minimieren.

Daher sollten wir unsere Haustiere (und natürlich auch uns selbst!) grundsätzlich nach jedem Spaziergang auf Zecken absuchen und mittels einer Zeckenzange, Zeckenkarte, Pinzette oder zur Not auch mit den Fingernägeln von diesen Plagegeistern befreien. Dabei bitte nicht quetschen! Sonst erbricht sich die Zecke und mögliche Erreger gelangen unmittelbar in die Einstichstelle hinein. Haben Sie eine Zecke entdeckt und entfernt,  sollte die Bissstelle gut beobachtetwerden und evtl. bis zur vollständigen Heilung behandelt werden.

Sollte Ihr Tier nach einem Zeckenbiss plötzlich an hohem Fieber, blutigem Urin oder ungewöhnlicher Appetitlosigkeit leiden, könnte es sich durch den Zeckenbiß infiziert haben. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte an Ihren Tierarzt!

Zur Prophylaxe und Zeckenabwehr gibt es auch viele natürliche Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können: spezielle Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche Abwehrkonzentrate, Kokosöl, Knoblauchgranulat, Bernsteinketten, Nosoden und viele weitere. Und nicht zuletzt reduziert ein gesundes und stabiles Immunsystem die chemotaktische Anlockung von Zecken.

Wir beraten Sie gern, welche Vorsorge für Sie und Ihr Tier in Frage kommen könnte.

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